Die Friedensandacht wird von einer kleinen Gruppe in großer Treue im Altarraum der Martin Luther Kirche gefeiert. Wenn die Glocken am Freitagabend um 19 Uhr läuten, dann kommen Jugendliche und Erwachsene zusammen, um miteinander zu singen und zu beten. In den Wintermonaten (November bis März) bietet das Evang. Gemeindehaus Raum für dieses besondere Angebot am zweiten und vierten Freitagabend im Monat.

Entstanden ist diese Andachtsform im Jahr 2003, als Gemeindeglieder angesichts der Nachrichten vom Irak-Krieg einen Ort der Vergewisserung und des Gebets suchten. Fester Bestandteil der Friedensandacht ist das Fürbittengebet: mit dem Anzünden der Kerzen im Lichterkreuz werden das persönliche Leben und die Welt in's Gebet genommen. Besonders wird jeweils für die afrikanischen Geschwister in der Partnergemeinde in der Zentralafrikanischen Republik (Bibelschule Baboua) zu Gott gebetet. Auf dem Altar steht dann das Holzkreuz mit dem dunklen Christus aus Zentralafrika.

 

Bei Konfirmandinnen und Konfirmanden ist die Friedensandacht sehr beliebt. Sie sagen: "Wenn wir zusammen beten, dann fühlt man sich stärker! Und in der Friedensandacht ist es irgendwie auch persönlicher als im Gottesdienst am Sonntag. Für andere Menschen zu Gott beten, das tut so gut! Und häufig erfahren wir hier auch etwas über die Situation von Menschen in fernen Ländern, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind."